Erinnerungen an die Großmutter

aus dem Roman
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
von Marcel Proust
gelesen von Corinna Harfouch

Deutsch von Eva Rechel-Mertens

eingerichtet von Gerhard Ahrens

Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit gehört zu den bedeutendsten literarischen Werken des 20. Jahrhunderts. Proust erinnert sich im dritten Teil, Guermantes, auch an prägende Augenblicke mit seiner Großmutter: „Das entschwundene Leben hatte die Enttäuschungen des Lebens mit sich fortgetragen. Ein Lächeln schien auf den Lippen meiner Großmutter zu liegen. Wie der Bildhauer des Mittelalters hatte der Tod sie auf dieses letzte Lager in der Gestalt eines jungen Mädchens gebettet. Aus dem wieder junggewordenen Antlitz waren die Runzeln verschwunden mit allem, was Jahre des Leidens Krampfhaftes, Geschwollenes, Gezerrtes, Verbogenes hineingetan hatten. Wie zu der Zeit, da ihre Eltern ihr einen Gatten gewählt hatten, zeichneten Reinheit und Ergebenheit ihre zarten Züge, ihre Wangen leuchteten von keuscher Hoffnung, geträumtem Glück, ja einer unschuldigen Heiterkeit, wie sie die Jahre nach und nach zerstört hatten.“


Im Anschluss an die Lesung (optional zubuchbar):

Dîner à la Guermantes

Steinofenbaguette mit frz. Zwiebeldip

Steak Tartare
Eigelb, Gewürzgurke, Kapern

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Bouillabaisse
Meerestiere, Fenchel, Tomate

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Coq au vin vom Schwarzfederhuhn
Rosmarinjus, Ratatouille, Pommes dauphine

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Creme Brulée
Beeren, Vanille, Minze

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