Tatort Neuhardenberg II
Die Kommissarinnen
»Wie die Dietrich«, schrieb die Süddeutsche Zeitung über die Sängerin Jasmin Tabatabai. Sie sei, wie Marlene Dietrich oder Hildegard Knef, eine »überzeugende Gesangsdarstellerin«, die ihre Lieder »kraft ihrer ganzen Persönlichkeit« in die Herzen der Zuhörer singt.
Einem großen Fernsehpublikum ist Jasmin Tabatabai als Ermittlerin in der ZDF-Serie »Letzte Spur Berlin« bekannt. Bereits Ende der 90er Jahre stellte die deutsch-iranische Schauspielerin mit dem Roadmovie »Bandits« auch ihr musikalisches Talent einem breiten Publikum unter Beweis. Für ihr Album »Eine Frau« bekam sie 2012 den ECHO Jazz in der Kategorie »Sängerin des Jahres national«.
Zusammen mit dem Quartett des Schweizer Musikers und Komponisten David Klein bringt sie zum Chansonklassiker in neuen Bearbeitungen sowie eigens für sie geschriebene Songs auf die Bühne. Sie vereint Jazz und Chansons zu einem »modernen Liederalbum«, wie sie es selbst nennt. Eigenständige Neu-Interpretationen von Schlagern aus den 20er Jahren, vertonte Tucholsky Gedichte oder das durch Romy Schneider bekanntgewordene »Chanson d’Hélène« stehen neben dem süßen Schmerz von Egberto Gismontis musikalischer Poesie und dem »Herbstgewitter über Dächern« von Reinhard Mey in einer wehmütigen Bossa-Nova-Version. Darüber hinaus singt Jasmin Tabatabai Songs, die ihr von David Klein »maßgeschneidert« wurden.
Swingende Grooves, sinnliche Balladen und behutsam verführerische Kammermusik: »Eine Frau« ist wunderbar abwechslungsreich und doch – nicht zuletzt dank des Fingerspitzengefühls aller Beteiligten – aus einem zeitlos eleganten Guß. Jasmin Tabatabai kokettiert und lamentiert, singt mit lustvoller Doppelbödigkeit und paart afrokubanisches Laissez-faire mit inniger Ironie. Sie ist eine Künstlerin, die aus der Seele singt. Manchmal mit knisternder Erotik oder komplizenhaftem Augenzwinkern, dann wieder amüsiert beobachtend, immer jedoch mit großer Empathie und Zärtlichkeit für ihre Protagonistinnen, die unter ihrem liebevollen Blick wunderbar lebendig werden.