Stoppok mit Band und Gästen

Wie schnell ist nix passiert

Stefan Stoppok, Gesang, Gitarre
Reggie Worthy, Baß
Sebel, Schlagzeug
special guests:
Frank Diez, Gitarre
Astrid North, Gesang
Blue Weaver, Keyboards

Stoppok, das sind dreißig Jahre erdiger Rock’n’Roll zu genialen Texten, leicht nölig und durch die Nase gesungen, aber immer genau auf dem Punkt. Stoppok, das sind perfekte Songs, bei denen Text und Musik aus einem Guß sind. Stoppok ist das, was man im Ruhrgebiet liebevoll eine »echte Fresse« nennt. Mit seinem Namen, da hat er Glück gehabt. Nur wer so heißt, kann auch solche Musik machen.

Es gibt im Grunde nur zwei Möglichkeiten: Entweder man liebt ihn, oder man kennt ihn nicht. Im zweiten Fall: unbedingt ändern! Stoppok ist so etwas wie ein Lebensgefühl. Auf seinen Konzerten singen die zahlreichen Fans alles mit, sie können die Texte herbeten – und ihm auch mal bei einem Hänger weiterhelfen. Auch austeilen kann er gut. »Du fängst schwach an, doch dann läßt du stark nach«, heißt es in einem seiner bekanntesten Songs, »hallo Milchgesicht, fährst dein‘n Porsche zu Brei – na egal, der Papa zahlt ja, der hat ne Molkerei«. Gegen »Dumpfbacken« und »Dünnbrettbohrer« hilft nur: »Abführ’n!«

Jetzt hat er den Deutschen Kleinkunstpreis bekommen. Die Jury begründet es so: »Stefan Stoppok – ein Interpret und Rockmusiker, der in seinen Liedern die poetische Seite des Alltags vermittelt. Seine politischen Statements trägt er mit Witz und Verve vor.« Da hat der Stoppok sicher seinen Spaß dran. Ich vermittel hier nix, könnte er sagen, ich singe. Und mit »Witz und Verve« wird hier auch nichts »vorgetragen«, daß das mal »a‘schklar« ist, um lieber einen Albumtitel von 1991 zu zitieren. Stoppok auf der open-air-Bühne in Neuhardenberg. Hinkommen, zuhören, mitsingen!