Kino trifft Kulinarik

im Neuhardenberger Sommergarten

kuratiert von Dieter Kosslick

Deutsches Filmorchester Babelsberg
unter Leitung von Robert Reimer
mit einer Einführung von
Dieter Kosslick und Hans von Trotha

Kulinarische Delikatessen
von Michael Hoffmann

Shakespeare in Love
ein Film von John Madden

Nach der ersten Auflage von Kino trifft Kulinarik im September 2015 lädt die Stiftung Schloss Neuhardenberg wieder zu einem sommerlichen Abend in Garten und Park.

Parkanlagen waren schon immer wichtige Drehorte und Inspirationsquellen für Filme aller Art. Die Filmgeschichte kennt fast 40 berühmte Filme, die in Parks spielen, von Alain Resnais Letztes Jahr in Marienbad über Stanley Kubricks Barry Lyndon bis hin zu Kenneth Branaghs Viel Lärm um Nichts. Gärten und Parks sind aber auch seit jeher Schauplätze von großen Festen mit Musik und kulinarischen Verlockungen.

Berlinale-Direktor Dieter Kosslick präsentiert ein filmisches opus magnum: Aus Anlass des 400. Todestages von William Shakespeare wird der siebenfach Oscar-gekrönte Film Shakespeare in Love unter dem Sternenhimmel von Neuhardenberg zu sehen sein. Am Beginn des Abends widmet sich das Deutsche Filmorchester Babelsberg Kompositionen zu Shakespeares Werken.

Dazu offeriert Michael Hoffmann, bis 2014 Inhaber des Berliner Sternerestaurants Margaux, in Zusammenarbeit mit der Küche von Schloss Neuhardenberg Speisen für ein Picknick im Park und an den Tafeln in Rosengarten und Orangerie. Exklusiv von Michael Hoffmann zusammengestellte Picknickkörbe sind in zwei verschiedenen Größen auf Vorbestellung erhältlich.

Deutsches Filmorchester Babelsberg

Leitung: Robert Reimer
Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Otto Nikolai,
Giuseppe Verdi, Dmitri Schostakowitsch und Sergej Prokofjew

Nachdem Dieter Kosslick und der Publizist und Gartenhistoriker Hans von Trotha eine kurze Einführung in den Abend gegeben haben, beginnt das Programm mit einem Konzert des Deutschen Filmorchesters Babelsberg, das in großer Besetzung den Soundtrack zu Shakespeare-Verfilmungen von Max Reinhardt, Franco Zeffirelli, Michael Radford und anderen spielt.

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg hat eine bewegte und sehr wechselvolle Geschichte, die untrennbar mit der des Deutschen Films und des Medienstandortes Babelsberg verbunden ist. Ob als UFA-Sinfonieorchester, als DEFA-Sinfonie-orchester oder als Neugründung unter dem heutigen Namen Deutsches Filmorchester Babelsberg – im Mittelpunkt stand und steht immer eins: Filmmusik – Musik, die Bilder und Menschen bewegt. Über 220 Film- und Fernsehmusiken wurden produziert und eingespielt, mit internationalen Künstlern wurden zahlreiche Tonträger aufgenommen. Daneben prägt eine umfangreiche Konzerttätigkeit mit Film-Live-Konzerten, Filmmusik-Programmen, Gastspielen und Tourneen von Klassik bis hin zu Crossover-Projekten den Alltag des traditionsreichen Klangkörpers. Dabei ist das Filmorchester Babelsberg immer wieder in den ungewöhnlichsten Kooperationen zu finden, darunter Größen des Rock und Pop wie Udo Lindenberg, Karat, Söhne Mannheims, Rammstein, Polarkreis 18 und Keimzeit.

Als Reminiszenz an den später gezeigten Film Shakespeare in Love wird das Filmorchester Ausschnitte aus Werken großer Komponisten spielen, die in 70 Jahren Filmgeschichte für Shakespeare-Verfilmungen den Soundtrack lieferten.

Shakespeare in Love

ein Film von John Madden
mit Gwyneth Paltrow, Joseph Fiennes, Geoffrey Rush, 
Colin Firth, Ben Affleck, Judi Dench u. a.
123 min, FSK 6 (USA, GB)
mit einer Einführung von Dieter Kosslick

Ein Silberner Bär bei der Berlinale 1999 für das Beste Drehbuch und sieben Oscars, darunter Bester Film, Beste Hauptdarstellerin, Bestes Original-Drehbuch und nicht zuletzt: Beste Musik – das ist nur ein Auszug aus dem Preisregen, der über John Maddens Shakespeare in Love niederging. Es ist ein Film, der eine ziemlich ferne Vergangenheit auf unterhaltsame und äußerst geistreiche Weise märchenhaft realistisch sehr lebendig werden lässt. Britischer geht´s nicht.

London 1593. Ein junger Dramatiker namens William Shakespeare hat Geldsorgen und Probleme mit der Inspiration. Und dann verliebt er sich auch noch unsterblich. Das ist Stoff, der das Zeug zum großen Drama hat – auf dem Theater wie im Leben und auch im Film. Die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion werden ebenso fließend wie die zwischen den Geschlechtern, zwischen Projektion und echter Liebe, zwischen den Protagonisten dieses Films und denen des Dramas Romeo und Julia von einem gewissen William Shakespeare. Und all das endet mit dem Anfang von Was ihr wollt, wenn man will …

„Augenzwinkernde Satire auf den Filmbetrieb“ und „intelligente Reflexion über den Wirklichkeitsgehalt von Fiktionen“, schwärmt das Lexikon des Internationalen Films. Was wir sehen, ist Theater allerorten: auf dem Theater, natürlich, aber auch in Herrenhäusern, am Hof, in der Stadt und in Gärten, die eben immer auch Bühnen für Natur-, Gefühls-, Liebes- und Repräsentationstheater waren, ob romantisch wie in Neuhardenberg oder im Geist der Renaissance wie im London des Jahres 1593.