Hannah Arendt
und Mary McCarthy
Im Vertrauen
Briefwechsel von 1946 bis 1975
»Ich bin noch immer beim Übersetzen von The Human Condition und verfluche Gott und die Welt.« – Hannah Arendt an Mary McCarthy
Als sich Hannah Arendt und Mary McCarthy 1945 in einer Bar in Manhattan begegnen, beginnt eine Freundschaft, die in über 25 Jahren und hunderten Briefen eine der außergewöhnlichsten Korrespondenzen des 20. Jahrhunderts hervorbringt. Offen, witzig, manchmal scharfzüngig und immer von tiefer Zuneigung getragen, diskutieren die beiden »femmes de lettres« über Politik und Philosophie, Literatur und Liebe, über Zeitgenossen, Bücher und Männer.
Die Briefe sind Zeugnisse einer Freundschaft, die Denken und Leben untrennbar verbindet, geprägt von frappierender Offenheit, bewegend, inspirierend und spannender als so mancher Roman. Sie erzählen von gemeinsamer Suche und gegenseitiger Kritik, von Nähe über Kontinente hinweg und der Unerschrockenheit zweier Frauen, die ihren eigenen Kopf behalten. Im Vertrauen beweist, wie gegensätzlich zwei Freundinnen denken können, wie wichtig der Streit für die Entwicklung ihrer jeweiligen Urteilskraft ist und wie einmütig sie in wichtigen Momenten zueinanderstehen.
Martina Gedeck und Claudia Michelsen lassen Hannah Arendt und Mary McCarthy in einer Art Gespräch über das 20. Jahrhundert lebendig werden. Ein einzigartiges Dokument der Zeitgeschichte.
Hannah Arendt (1906 – 1975), geboren in Hannover, studierte Philosophie bei Martin Heidegger und Karl Jaspers, bei dem sie 1928 promovierte. 1933 emigrierte sie nach Paris, 1941 nach New York. Sie arbeitete als Lektorin, freie Autorin und lehrte später in Princeton, Chicago und ab 1967 an der New School for Social Research in New York.
Mary McCarthy (1912 – 1989) war eine amerikanische Schriftstellerin, Kunst- und Theaterkritikerin. Nach frühen Jahren im intellektuellen Milieu New Yorks lebte sie ab den 1950er Jahren in Italien und Frankreich. Sie schrieb gesellschaftskritische Essays, Reportagen und Romane, bekannt wurde sie mit ihrem autobiografischen Roman Die Clique.
Martina Gedeck gehört zu den international erfolgreichen und gefeierten Schauspielerinnen. In mehr als 80 Kino- und TV-Produktionen hat sie bisher mitgewirkt, aber auch auf dem Theater ist sie zu erleben. Einen besonderen Platz in ihrem künstlerischen Schaffen nehmen gemeinsame Programme mit Musikern ein.
Claudia Michelsen ist eine Schauspielerin, die mit feinem Gespür Frauen in Grenzsituationen authentisch verkörpert. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Heiner Müller, Frank Castorf und Luc Bondy und wurde unter anderem mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Bekannt ist sie u. a. aus dem Magdeburger Polizeiruf 110 sowie den Serien Ku’damm 56, 59, 63 und dem Film In einem Land, das es nicht mehr gibt.
Vortragsrecht: © Hannah Arendt Bluecher Literary Trust and © The Mary McCarthy Literary Trust c/o Georges Borchardt, Inc. (New York) vertreten durch Mohrbooks AG (Zürich), für die deutsche Übersetzung © Piper Verlag GmbH München