Gregory Porter & Band

Gregory Porter, vocals
Chip Crawford, piano
Jahmal Nichols, double bass
Emanuel Harrold, drums
Yosuke Satoh, saxophone

Das kann man eine steile Karriere nennen. Noch 2010 war der damals 39jährige Gregory Porter weitgehend unbekannt. Heute, fünf Jahre und drei Alben später, ist der Sänger ein Weltstar. Wenn der Hüne aus Brooklyn den Mund öffnet und seinen warmen, weichen Bariton erklingen läßt, wird klar, hier singt ein Künstler, bei dem alles zusammenpaßt: die Stimme, die Intonation, die eingängigen selbstgeschriebenen Songs und nicht zuletzt die poetischen, zum Teil aufrüttelnden Texte.

»Musik ist Kultur und eben nicht nur Unterhaltung. Das Überleben der Menschheit basiert auf der Pflege der Kultur. Wenn wir in einer Welt leben, in der uns die Werte abhandenkommen, sind wir verloren«, sagt Gregory Porter. Und wie zum Beweis verweigert sich seine Musik jeder modischen Attitüde und ist auf liebenswerte Weise zeitlos, wie es wahrhaft gute Musik wohl nur sein kann. Wenn es einem Sänger heute gelingt, mit solcher Musik so erfolgreich zu sein, dann sind wir vielleicht noch nicht ganz verloren.

Wenn Gregory Porter in der Neuhardenberger Schinkel-Kirche auftritt, dann ist dies in gewisser Weise eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Denn die Musik lernte er einst in der Kirche seiner Mutter, einer Pastorin, kennen. Und das kann man noch immer hören. »Ich betrachte mich selbst definitiv als Jazzsänger, aber ich liebe den Blues, schwarzen Southern Soul und Gospelmusik«, erklärt Porter. »Diese Elemente finden immer ihren Weg in meine Musik. Und ich habe sie auch stets im Jazz wahrgenommen.«