Brandenburgischer Kunstpreis 2019
Brandenburg ist seit vielen Jahren auch und gerade bei Bildenden Künstlern beliebt; viele von ihnen schätzen den noch vorhandenen bezahlbaren Wohn- und Atelierraum, die Anbindung an die Natur, auch die Nähe zu Berlin. Gleichzeitig hat sich Neuhardenberg zu einem etablierten Ort der Kunst innerhalb Brandenburgs und darüber hinaus entwickelt, nicht zuletzt durch den Brandenburgischen Kunstpreis, der seit 2004 von der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg vergeben und von einer großen Ausstellung begleitet wird.
3.133 Künstlerinnen und Künstler haben sich seit dem Gründungsjahr des Brandenburgischen Kunstpreises an den Ausschreibungen beteiligt. Nicht nur die Anzahl der Bewerber, sondern auch das öffentliche Interesse nimmt stetig zu. Zum nunmehr sechzehnten Mal werden im Sommer 2019 Preise in den Kategorien Malerei, Grafik und Plastik vergeben, bereits zum zweiten Mal auch für Fotografie, gestiftet von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, womit sich der Brandenburgische Kunstpreis bewusst für einen weiteren Teilnehmerkreis öffnet. Darüber hinaus vergeben der Schirmherr des Brandenburgischen Kunstpreises, der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, den Ehrenpreis für ein Lebenswerk, und Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, ein Förderstipendium für junge bildende Künstlerinnen und Künstler. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Die Preisträger des Brandenburgischen Kunstpreises 2019
Der in Woltersdorf (Landkreis Oder-Spree) lebende Maler Stephane Leonard hat mit seiner Arbeit Ich sehe nicht, was du nicht siehst in diesem Jahr den Brandenburgischen Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg in der Kategorie Malerei gewonnen. Den Preis in der Kategorie Grafik erhält Elli Graetz aus Stechlin (Oberhavel) für ihren Siebdruck die Frauen und …; in der Kategorie Plastik konnte Liz Mields-Kratochwil aus Berlin-Blankenfelde mit ihrem Werk Flügelschlag der blauen Stunde überzeugen. Den zum zweiten Mal ausgeschriebenen Preis in der Kategorie Fotografie, der von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gestiftet wird, erhält der Potsdamer Frank Gaudlitz für seine Fotoserie Russian Times 1988-2018. Alle vier Preise sind mit jeweils 4.000 Euro dotiert sowie einer Skulptur, die in diesem Jahr von dem Potsdamer Bildhauer Mikos Meininger gestaltet wird.
Insgesamt hatten sich um den 16. Brandenburgischen Kunstpreis etwa 300 Künstlerinnen und Künstler beworben, von denen eine Vorjury 73 ausgewählt hat. Gemeinsam mit den Preisträgern werden ihre Arbeiten seit dem 23. Juni auf Schloss Neuhardenberg gezeigt. An diesem Tag wurden auch der Ehrenpreis des Brandenburgischen Ministerpräsidenten, Dietmar Woidke, für ein Lebenswerk an Christiane Wartenberg sowie ein Nachwuchs-Förderstipendium der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Martina Münch, an Cécile Wesolowski vergeben.