Babettes Fest
1871, nach dem Scheitern der Pariser Kommune, findet die Französin Babette in einem dänischen Fischerdorf Zuflucht. Dort führt sie den Haushalt der frommen, ältlichen Schwestern Philippa und Martina. Trotz ihrer bewegten Vergangenheit wird Babette allmählich von der verschlossenen, asketisch lebenden Dorfgemeinschaft akzeptiert. Als sie 10.000 Francs in der Lotterie gewinnt, äußert sie den Schwestern gegenüber einen Wunsch: Statt ihre Heimreise zu finanzieren, möchte sie zu Ehren des Dorfpropstes für die ganze Gemeinde ein französisches Festmahl ausrichten, für all jene, die sich ihr ganzes Leben lang nur von Dörrfleisch und Brotsuppe ernährt haben. Die Geladenen beginnen ängstlich von den fremdartigen Speisen zu kosten und erleben zum ersten Mal das Entzücken, das weltliche Freuden bereiten können.
Stéphane Audran ist die Babette in dem bezaubernden, heiter-melancholischen Filmmärchen des dänischen Regisseurs Gabriel Axel. Die überaus gelungene Verfilmung der Novelle von Tania Blixen (Jenseits von Afrika) wurde 1988 in Hollywood mit dem Oscar als beste ausländische Produktion ausgezeichnet.