Ian McEwan
Was wir wissen können

gelesen von Matthias Brandt

eingerichtet von Gerhard Ahrens

Ian McEwans neuer Roman Was wir wissen können ist ein dystopischer Zukunftsentwurf und zugleich ein Spiegel unserer Gegenwart. Im Jahr 2119 ist Europa nach einer nuklearen Katastrophe weitgehend überflutet, die Erinnerungen an Reichtum, Freiheit und Leichtigkeit des 21. Jahrhunderts sind nur noch ferne Sehnsucht. Der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe begibt sich auf Spurensuche nach einem legendären Liebesgedicht des Dichters Francis Blundy, das dieser 2014 seiner Frau Vivien gewidmet hat und das seither als verschollen gilt. Zwischen den Fragmenten einer untergegangenen Welt entdeckt Metcalfe Hinweise auf eine geheime Liebe und ein Verbrechen, das seine Sicht auf das Vergangene und unser Wissen darüber grundlegend infrage stellt. Der Roman ist eine Spurensuche in die Vergangenheit und dabei zugleich eine berührende Liebesgeschichte und ein philosophischer Krimi über die Grenzen menschlichen Wissens. Mit großer erzählerischer Kraft verbindet McEwan wissenschaftliche Neugier, emotionale Tiefe und gesellschaftliche Reflexionen zu einem eindrücklichen Werk über Erinnerung, Literatur und die Verantwortung gegenüber der Zukunft.

Der Schauspieler und Autor Matthias Brandt gehörte ab Mitte der 1980er Jahre den Ensembles verschiedener Theater an, zuletzt denen der Schauspielhäuser Zürich und Bochum. Seit 2000 arbeitet er hauptsächlich für Film und Fernsehen und erhielt zahlreiche Preise. U. a. ist er als Münchner Kommissars im Polizeiruf 110 und als August Benda in Babylon Berlin bekannt. 2016 erschien sein Buchdebüt, der Kurzgeschichtenband Raumpatrouille, 2019 sein Romandebüt Blackbird.

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