Der Held vom
Bahnhof Friedrichstraße

ein Film von Wolfgang Becker

mit Charly Hübner, Christiane Paul, Leon Ulrich, Leonie Benesch, Daniel Brühl, Thorsten Merten, Peter Kurth, Jürgen Vogel u. a.

Drehbuch: Constantin Lieb
nach dem Roman von Maxim Leo

im Anschluss:
Charly Hübner und Stefan Arndt
im Gespräch mit Petra Gute

Der Berliner Videothekenbesitzer Micha Hartung steht kurz vor der Pleite, als er ungewollt zum gesamtdeutschen Helden wird: Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls stilisiert ihn ein Journalist zum Drahtzieher der größten Massenflucht der DDR und stellt damit das Leben von Micha plötzlich auf den Kopf. Als Hochstapler wider Willen verstrickt er sich in einem Gestrüpp aus Halbwahrheiten und handfesten Lügen. Und als das fragile Kartenhaus der Geschichte um ihn herum einzustürzen droht und sein Leben so richtig im Chaos versinkt, trifft er Paula. Micha hätte nicht für möglich gehalten, dass eine erfolgreiche, kluge und witzige Frau wie sie sich für einen Mann wie ihn interessieren könnte. Doch die sich anbahnende Liebesgeschichte wird von der Lüge überschattet. Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße ist eine herzenswarme Komödie über Geschichte als Mythos, die Tücken deutscher Erinnerungskultur und das Leben als Spiel des Erinnerns, Vergessens und Erfindens. Es ist ein vergnügliches Lehrstück über die Hierarchie der Geschichtsschreibung und ein Film über die Kraft des Geschichtenerzählens.

Der Film – der teilweise auf Schloss Neuhardenberg gedreht wurde – ist die letzte Arbeit des im Dezember 2024 verstorbenen Regisseurs Wolfgang Becker, der mit dem Film Good Bye Lenin! Kinogeschichte schrieb. Im Anschluss an den Film erinnern Charly Hübner und Produzent Stefan Arndt an Wolfgang Becker und sprechen mit der Journalistin Petra Gute über seinen letzten Film.