Alte Liebe

ein Film von Andreas Dresen
nach dem gleichnamigen Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schröder

Drehbuch: Laila Stieler und Andreas Dresen
mit Dagmar Manzel, Joachim Król, Anna von Seld und Liane Düsterhöft, als Gäste Christoph Hein und Clemens Meyer

anschließend Dagmar Manzel und Andreas Dresen im Gespräch mit Petra Gute

Seit seiner Pensionierung hat Harry an allem etwas zu meckern. Er trinkt Weizenbier und kümmert sich um seinen Rittersporn. Lore dagegen hält an ihrem Beruf als Bibliothekarin fest und träumt von einem anderen Leben. Vierzig Jahre Ehe haben Spuren hinterlassen: Routinen, Schweigen am Küchentisch, alte Eifersucht und die leise Angst, dass nichts mehr kommt. Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, ist Streit programmiert und doch nur die Spitze des Eisbergs. Dabei reden die beiden viel miteinander und meinen doch oft etwas anderes. Trotzdem hat etwas all die Jahre überdauert: eine tiefe Verbundenheit, eine Liebe, die weiterglüht.

Andreas Dresen, bekannt für seinen genauen und einfühlsamen Blick auf Menschen und ihre Beziehungen, hat Elke Heidenreichs und Bernd Schröders Bestseller mit Dagmar Manzel und Joachim Król in den Hauptrollen verfilmt. Entstanden ist eine ebenso bissige wie ironische, ebenso heitere wie berührende Geschichte über das Älterwerden, die Liebe und die Schwierigkeiten des Zusammenlebens. 

Im Anschluss an die Filmvorführung sprechen Andreas Dresen und Dagmar Manzel, die bereits für Der Sprung ins Glück und Willenbrock zusammengearbeitet haben, über den Film, die Liebe im Alter und die Kunst, einander neu zu begegnen.

Dagmar Manzel singt, tanzt und spielt mit unbändiger Leidenschaft. Ob als Schauspielerin oder Sängerin entwickelt sie eine Sogkraft, der man sich kaum entziehen kann. 18 Jahre prägte sie das Deutsche Theater Berlin, feiert an der Komischen Oper Berlin Erfolge, zuletzt als Narr in Aribert Reimanns Oper Lear, ermittelte im Franken-Tatort und wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. 2017 erschien ihre Autobiografie Menschenkind.

Andreas Dresen stammt aus einer Theaterfamilie und studierte Regie an der Filmhochschule Babelsberg. Seit 1992 arbeitet er als freier Regisseur und Autor. Mit Halbe Treppe (2002) gewann er den Silbernen Bären, mit Halt auf freier Strecke (2011) den Hauptpreis der Sektion Un Certain Regard  der Filmfestspiele in Cannes. Gundermann (2018) erhielt sechs Deutsche Filmpreise, Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush (2022) zwei Silberne Bären. In Liebe, eure Hilde (2024) lief im Berlinale-Wettbewerb.