November 1918 – Tanz auf dem Vulkan

Musikalische Lesung

mit Maren Kroymann und Sylvester Groth
am Klavier: Sir Henry

Texte und Lieder aus den 1920er Jahren von Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Hanns Eisler, Friedrich Hollaender, Harry Graf Kessler, Kurt Tucholsky u. a.

 

eingerichtet von Gerhard Ahrens

Das Jahr 1918 markiert eine Zeitenwende, die vom desaströsen Kriegsende über mancherlei Abgründe in die „Goldenen Zwanziger“ führt. In Deutschland ereigneten sich in Politik und Wirtschaft, in Gesellschaft, Kunst und Kultur fundamentale Veränderungen. Nach der Abdankung des Kaisers erfolgte am 9. November 1918 in Berlin die Ausrufung gleich zweier neuer Staatsordnungen: der bürgerlich-demokratischen Republik und der sozialistischen Räterepublik. Zwar konnte sich die neue Ordnung im Sinne der ersten Proklamation etablieren, doch Frieden gab es zunächst nicht. Während im abgelegenen Weimar die Nationalversammlung tagte, tobten anderswo blutige Auseinandersetzungen zwischen Spartakisten, Freikorps und regierungstreuen Truppen. Mitten in diesem Chaos begann sich zu entfalten, was die Weimarer Republik später als Blütezeit von Musik, Literatur und Theater erscheinen ließ und den 1920er Jahren den Beinamen „Goldene“ eintragen sollte. In den Texten der Autoren jener Zeit wird die ungeheure Spannung, an der diese Gesellschaft des Aufbruchs, Scheiterns und Neubeginns schließlich zerbrechen sollte, auf eindringlichste Weise deutlich gemacht.

Mit Liedern und Pamphleten, Gedichten und Manifesten, Streitschriften und Hymnen lassen Maren Kroymann und Sylvester Groth, am Klavier begleitet von Sir Henry, das nervöse Zeitgefühl des Untergangs und des Aufbruchs in denJahren nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wieder lebendig werden.

November 1918 – Tanz auf dem Vulkan

Musikalische Lesung

  • Samstag, 22.09.2018
  • 17 Uhr
  • Großer Saal

Eintritt
€ 15,- / ermäßigt € 11,-

Vorverkauf

telefonisch unter
033476 600-750

  • 2_Märkische Oderzeitung