Kino trifft Kulinarik
Achtundsechzig. Chiffre für den Aufbruch

Gespräch

Wegen einer nicht vorhersehbaren, kurzfristig entstandenen und nicht aufschiebaren anderen Verpflichtung musste Daniel Cohn-Bendit seine Mitwirkung im Podiumsgespräch Achtundsechzig. Eine Chiffre für den Aufbruch am 23.6.2018 in Neuhardenberg absagen. Das Podiumsgespräch muss deswegen ersatzlos entfallen.

Alle weiteren Veranstaltungen von Kino trifft Kulinarik am 23. Juni – das Konzert von Anna Depenbusch und Band, die Filmprojektion von Louis Malles Eine Komödie im Mai mit einer Einführung von Dieter Kosslick sowie das Picknick von Michael Hoffmann im Neuhardenberger Sommergarten finden wie geplant statt.

Bereits erworbene Eintrittskarten für das Podiumsgespräch werden bei Einsendung der Originaltickets an die Stiftung Schloss Neuhardenberg per Überweisung erstattet. Das Formular für die Erstattung kann hier heruntergeladen werden.

Prager Frühling, Mauerbau und Kalter Krieg, Vietnamkrieg, das Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke und dann die größten Krawalle und Demonstrationen in Paris nach dem Zweiten Weltkrieg: In den Sechzigerjahren brach sich eine neue Sicht auf die Politik in Europa allerorten Bahn. Insbesondere in Frankreich und in Deutschland entstanden daraus eine neue politische Kultur und eine andere Kultur der Politik – die Achtundsechziger. Sie haben die Gesellschaft seither geprägt und verändert. Doch wie?

Im Spannungsfeld zwischen Großstadt und Provinz, zwischen Ideal und Wirklichkeit, zwischen Vision und Pragmatismus sind unzählige Diskussionen geführt aber auch Ziele erreicht worden. Und vieles ist immer noch oder gerade heute wieder aktuell – auch der Feminismus, die Grundlage der #Me-Too-Debatte, geht auf die Achtundsechziger und vor allem die Achtundsechzigerinnen zurück. Mit Barbara Sichtermann, Daniel Cohn-Bendit und Dieter Kosslick treffen sich in Neuhardenberg drei markante Persönlichkeiten auf dem Podium, die ihre Erfahrungen mit ´68 und den Folgen gemacht und die Entwicklung in unterschiedlichen Feldern mit prägt haben. Im Gespräch mit Hans von Trotha werfen sie nicht nur einen Blick zurück, sondern vor allem einen auf die Gegenwart und nach vorn auf das, was nun kommen soll. Schließlich ist ´68 immer noch eine Chiffre für den Aufbruch.

Die Autorin und Journalistin Barbara Sichtermann studierte ab 1968 an der Freien Universität in Berlin Sozialwissenschaften und Volkswirtschaftslehre. Sie ist Kolumnistin der Zeit. Ihre Arbeitsschwerpunkte als Autorin liegen in den Themen Frauenpolitik, Leben mit Kindern, Geschlechterbeziehung, Literatur und Medien.
Daniel Cohn-Bendit war Sprecher der 68er Studentenbewegung in Paris und ging nach seiner Ausweisung aus Frankreich nach Frankfurt. Dort engagierte er sich für die entstehende Grüne Partei, war Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten. Von 1994 bis 2014 war er Mitglied des Europaparlaments.
Dieter Kosslick ist seit 2001 Direktor der Berlinale. Zuvor war er zunächst u.a. Büroleiter des Ersten Bürgermeisters Hamburgs Ulrich Klose und Redakteur bei der Zeitschrift „konkret“. Später war er nacheinander Geschäftsführer des Hamburger Filmbüros, des Film Fonds Hamburg und der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen.
Hans von Trotha hat Literatur, Geschichte und Philosophie studiert. Er arbeitet für den Rundfunk und verschiedene Zeitungen. Gut zehn Jahre lang hat er einen Berliner Verlag geleitet und ist Autor, Publizist und Kurator.

Kino trifft Kulinarik
Achtundsechzig. Chiffre für den Aufbruch

Gespräch

  • Samstag, 23.06.2018
  • 16 Uhr
  • Großer Saal

Eintritt
€ 12,- / ermäßigt € 9,-