In einer Kriegszeit leben

Lesung

Corinna Harfouch liest aus
„In einer Kriegszeit leben“ und aus
„Arabische Apokalypse“ von Etel Adnan

 

in den Übersetzungen von
Christel Dormagen und Ulrike Stolz

 

musikalisch begleitet von Hannes Gwisdek

eingerichtet von Gerhard Ahrens

„Liebe ist die höchste Gewalt, verborgen in der Nacht unserer Atome. Wenn ein Bach dem Fluss entgegenfließt, ist es Liebe und ist Gewalt.“ (Etel Adnan)

Etel Adnan, 1925 in Beirut geboren, hat eine faszinierende Biografie. Die Tochter eines syrischen Offiziers studierte an der Sorbonne und in Harvard Philosophie, unterrichtete dieses Fach in den USA, arbeitete vor dem Bürgerkrieg im Libanon als Feuilletonredakteurin, ging erneut nach Frankreich und in die USA; sie schrieb

und malte. Spät fand sie Anerkennung als Künstlerin. Die Documenta 2012 widmete ihr eine beeindruckende Retrospektive.

„Selten hat mich eine Schriftstellerin so tief berührt. Ihre Texte öffnen innere Räume, von denen man gar nicht wusste, dass sie existieren“, sagt Corinna Harfouch

über Etel Adnan. Die Schauspielerin hat bei den Ruhrfestspielen 2014 in Kooperation mit dem Berliner HAU mit ihrer Inszenierung Dreizehn Drei Dreizehn die von der Dichterin beschworene Verletzlichkeit des Menschen in einer Welt der Bürgerkriege am Beispiel des Libanon vor Augen geführt. Bereits 2012 hatte sie mit Kollegen an der Akademie der Künste in Berlin die Vielseitigkeit des literarischen Werkes von Etel Adnan in deren Anwesenheit vorgestellt.

Auf Schloss Neuhardenberg wird Corinna Harfouch nun, musikalisch begleitet von ihrem Sohn, dem Tonkünstler Hannes Gwisdek, von ihrer Begegnung mit Etel Adnan sprechen und aus den Werken In einer Kriegszeit leben und Arabische Apokalypse lesen.

In einer Kriegszeit leben

Lesung

  • Samstag, 17.09.2016
  • 17 Uhr
  • Großer Saal

Eintritt
€ 15,- / ermäßigt € 11,-

 

Vorverkauf

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