Die Somnambule oder Des Staatskanzlers Tod

Lesung

Peter Simonischek
liest Günter de Bruyn

eingerichtet von
Gerhard Ahrens

„Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe, die hier so wahrheitsgetreu wie möglich den spärlichen Überlieferungen nacherzählt wird, ereignete sich vor fast zweihundert Jahren in den obersten Rängen der Gesellschaft Berlins. Von ihrer weiblichen Hauptperson, die von den Zeitgenossen moralisch verurteilt wurde, weiß man nur wenig, während beim männlichen Personal dieser Affäre mancher gute Bekannte aus der Staats-, Geistes- und Literaturgeschichte zu finden ist. Der Älteste und Ranghöchste von ihnen war der mit Recht hochgeschätzte preußische Staatskanzler.“

Was hier so zurückhaltend beginnt, wird bald zu einem ebenso feinsinnigen wie furiosen Gespinst aus Machtkämpfen, Magnetismus und Affären. In seinem Mittelpunkt stehen Karl August Fürst von Hardenberg, zu Beginn der Erzählung 66 Jahre alt, und Friederike Hähnel, mit ihren 24 Jahren um fast zwei Drittel jünger als der Staatskanzler und seriöse Schwerenöter Hardenberg. Er begegnet und verfällt ihr gleich, als er sie, nur wenig bekleidet und in einen magnetischen Heilschlaf versetzt, im Dämmerlicht einer Arztpraxis vorgeführt bekommt.

Günter de Bruyns wunderbar zarte und dabei historisch auf festem Boden stehende neue Erzählung über die letzte Liebe und die letzten Jahre des Namenspatrons von Schloss Neuhardenberg liest der großartige Bühnen- und Filmschauspieler Peter Simonischek, über den ein Journalist einmal schrieb: „Er ist einer der Seltenen, die Gemüt haben.“

 

Die Somnambule oder Des Staatskanzlers Tod

Lesung

  • Sonntag, 30.10.2016
  • 17 Uhr
  • Großer Saal

Eintritt
€ 15,- / ermäßigt € 11,-

Vorverkauf

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