Die Kreutzersonate

Lesung

August Zirner

liest Leo Tolstoi

Ein Mörder aus Eifersucht, sogar aus unbegründeter Eifersucht, erzählt seine Geschichte, eine Geschichte voller Leidenschaft, Liebe, Sexualität, Ehebruch, schließlich voller Wahn und Hass. Da hat ein Mann in den besten Jahren aus einer Verliebtheit heraus geheiratet, mit seiner Frau fünf Kinder bekommen und sieht den Sinn seiner Ehe erloschen, als seine Frau ihm offenbart, nicht ein weiteres Mal Mutter werden zu können. Als er sie schließlich mit einem Geiger Beethovens Kreutzersonate musizieren hört, wird er auf den vermeintlichen Nebenbuhler so eifersüchtig, dass er seine Frau tötet.

Leo Tolstoi entschloss sich später zu einem Nachwort zu seiner eigenen Novelle. Unter der Überschrift Was ich eigentlich über das Thema, den Kern der von mir unter dem Titel Die Kreutzersonate veröffentlichten Erzählung denke macht Tolstoi deutlich, dass ihm weniger an einem eindringlich geschilderten Ehedrama oder einer subtilen psychologischen Studie gelegen war. Vielmehr wird sein Protagonist zum Sprachrohr der bis zur Befremdlichkeit rigiden moralischen und religiösen Überzeugungen Tolstois.

Diesem Text widmet sich in Schloss Neuhardenberg August Zirner, der eine eigene Fassung der Novelle vorträgt. Ausgebildet am Wiener Max-Reinhardt-Seminar, ist er seit langem in vielen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Er arbeitete mit Regisseuren wie Volker Schlöndorff, Rainer Kaufmann und Margarethe von Trotta.

Die Kreutzersonate

Lesung

  • Samstag, 11.06.2016
  • 17 Uhr
  • Großer Saal

Eintritt
€ 15,- / ermäßigt € 11,-

Vorverkauf

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präsentiert von kulturradio (rbb)

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