Dagmar Manzel

Edith Sitwell:
Mein exzentrisches Leben

aus Texten von und über Edith Sitwell
gelesen von Dagmar Manzel

eingerichtet von Gerhard Ahrens

„Wenn man ein Windhund ist, sollte man nicht versuchen, als Pekinese aufzutreten.“
Edith Sitwell

Die Dichterin Edith Sitwell, Tochter aristokratischer Eltern, machte sich in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts sehr rasch einen Namen als Lyrikerin, Biografin und Exzentrikerin. Sitwell experimentierte damals wagemutig mit den musikalischen Qualitäten der Sprache, wobei der Rhythmus für sie wie beim Jazz zum Vermittler zwischen Traum und Wirklichkeit wurde. Mit dadaistischer Eskapade rezitierte sie – skandalumwittert – ihre Verse oftmals hinter einem Vorhang stehend durch ein Megaphon.

In Amerika sorgte die umwerfende Intensität ihrer Schlafwandler-Szene der Lady Macbeth dafür, dass Männer ohnmächtig aus dem Saal getragen wurden. In den 1930er Jahren schrieb sie Bücher über englische Exzentriker und eine Biografie der Königin Victoria. Ihre besten Gedichte handeln vom Krieg. Ihr bekanntes Gedicht Still falls the Rainberichtet von den verheerenden Bombenangriffen der deutschen Luftwaffe auf London. 1954 verlieh Königin Elisabeth II. der „größten lebenden Lyrikerin Englands“ den Titel Dame Commander of the Order of the British Empire. 1964 starb Dame Edith Sitwell im Alter von 77 Jahren, kurz nach der Fertigstellung ihrer Autobiografie Mein exzentrisches Leben.

In die Welt von Edith Sitwell entführt Dagmar Manzel, Schauspielerin und Sängerin, lange Jahre am Deutschen Theater in Berlin sowie in Film und Fernsehen zu Hause. Derzeit ist sie u. a. in Arnold Schönbergs Melodrama Pierrot Lunaire an der Komischen Oper zu sehen. Sie entwickelt ihre Darstellungen mit einer Sogkraft, der man sich nicht entziehen kann.

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