Sei gegrüßt und lebe

Lesung

Eine Freundschaft in Briefen und Tagebüchern

Martina Gedeck und Corinna Harfouch lesen Brigitte Reimann und Christa Wolf

eingerichtet von Gerhard Ahrens

Zwei kreative, engagierte Frauen ermutigen einander, Konflikte durchzustehen und den eigenen Weg zu verfolgen. Dabei entfaltet sich im Dialog der beiden großen Autorinnen ein Porträt der DDR voller Schwierigkeiten, Hoffnungen und Illusionen, die im Austausch über Privates, Alltägliches sowie über die Infragestellung der realsozialistischen Gesellschaft verbunden waren. In die Zeit des Briefwechsels fällt auch der Prager Frühling, dessen Niederschlagung die Hoffnung auf einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ zunichtemacht.

Brigitte Reimann (1933-1973) entschloss sich bald nach dem Abitur, Schriftstellerin zu werden. Sie war eine Zeit lang Lehrerin, bevor sie im Gaskombinat Schwarze Pumpe arbeitete und dort den Zirkel Schreibender Arbeiter leitete. 1963 wird sie in den Vorstand des Deutschen Schriftstellerverbands gewählt und lernt auf einer Moskau-Reise Christa Wolf näher kennen, mit der sie von da an korrespondiert.

Christa Wolf (1929-2011) war wissenschaftliche Mitarbeiterin und von 1955 bis 1977 im Vorstand des Deutschen Schriftstellerverbandes. Während Studienaufenthalten im Waggonbau Ammendorf leitete sie dort den Zirkel Schreibender Arbeiter. Ihre Bücher Der geteilte Himmel und Nachdenken über Christa T. führen zu ideologischen Anwürfen gegen die Autorin. Ab 1965 Mitglied im P.E.N.-Zentrum und ab 1974 Mitglied in der Akademie der Künste der DDR, protestierte sie u. a. gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns sowie den Ausschluss von Autoren wie Stephan Heym aus dem Schriftstellerverband.

Aufführungsrecht: Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin

Sei gegrüßt und lebe

Lesung

  • Samstag, 17.03.2018
  • 17 Uhr
  • Großer Saal

Eintritt
€ 15,- / ermäßigt € 11,-

Vorverkauf

am 7. Februar ab 10 Uhr telefonisch unter
033476 600-750

  • Inforadio (rbb)
  • radioeins (rbb)