Judas

Schauspiel

von Lot Vekemans
Deutsch von Eva M. Pieper und Christine Bais

Regie: Bernd Kauffmann
Dramaturgie: Dietrich Sagert
Regieassistenz: Stephanie von Neuhoff

 

Keine andere Gestalt der Geschichte ist mit der Zuschreibung als Verräter so eindeutig charakterisiert wie Judas Iskariot, einer der Jünger Jesu, der von ihm sagen wird, es wäre besser für ihn, er wäre nie geboren worden. Doch so einfach scheint es nicht zu sein. Wenn man den Kreuzestod Jesu als notwendige Erlösungs- und Befreiungstat Gottes für die Menschen versteht, wie es der christliche Glaube tut, dann erscheint die Figur des Judas höchst ambivalent. Aus Judas’ schändlichem Verrat wird in dieser Perspektive eine unerlässliche Voraussetzung – und für ihn selbst ein geradezu übermenschliches Opfer – zur Erfüllung von Gottes Heilsplan.

Schon die Frage, ob das Wort, das in den Evangelien für das Tun des Judas verwendet wurde, überhaupt mit „verraten“ oder nicht besser mit „übergeben“ im Sinne einer heilstiftenden Überlieferung an das Kreuz zugunsten aller Menschen zu übersetzen sei, ist immer wieder umstritten gewesen. Letztlich hat sich das Bild vom geldgierigen Verräter durchgesetzt, der seinen Herrn um einen „Judaslohn“ ans Kreuz gebracht hat. Nun spricht er selbst – und sucht die Befreiung von seiner Schuld.

Der große deutsche Charakterdarsteller und Sprecher Manfred Zapatka interpretiert den Judas in einem eindringlichen und berührenden Wechselgespräch des Judas mit sich und dem Publikum, in dem dieser seine Version der Geschichte verteidigt, die so verzweifelt wie originell ist und manche sicher geglaubte Überlieferung infrage stellt.

Judas

Schauspiel

  • Samstag, 30.09.2017 –
    Sonntag, 01.10.2017
  • jeweils 18 Uhr
  • Großer Saal

Eintritt
€ 18,- / ermäßigt € 14,-

In Zusammenarbeit
mit den Movimentos
Festwochen der Autostadt
in Wolfsburg

Vorverkauf

telefonisch unter
033476 600-750