Peter Joseph Lenné
Peter Joseph Lenné, geboren 1789 in Bonn, gestorben 1866 in Berlin, war einer der bedeutendsten deutschen Garten- künstler und Landschaftsgestalter des
19. Jahrhunderts.

Seine Parks und Gärten prägen an vielen Stellen noch heute das Bild der Städte Berlin und Potsdam. Die Gestaltung der Havelseenlandschaft zwischen beiden Städten, in der er unter dem Motto der ›Landschaftsverschönerung‹ Nützlichkeit und Schönheit verband, ist ein bedeutendes und weit über seine Zeit hinaus wirkendes frühes Beispiel für die Landschaftsgestaltung in Deutschland.
Mit dem Volksgarten Kloster Berge in Magdeburg schuf er einen der ersten städtischen deutschen Volksparks und begründete damit eine neue fortschrittliche Tradition.
Auch im Stadtgrundriß Berlins hat er durch seine Pläne zur Stadtverschönerung dauerhafte Spuren hinterlassen.
Zahlreiche Parks und Grünanlagen in Deutschland wurden nach seinen Ent- würfen geschaffen. Seine bekanntesten Werke sind die Umgestaltungen des Parkes Sanssouci in Potsdam und des Großen Tiergartens in Berlin. Über seine Werke war er ein großer Anreger für die nachfolgenden Generationen von Gärtnern und Landschaftsgestaltern.
Er gehörte 1823 zu den Gründungs- mitgliedern der Gärtnerlehranstalt in Potsdam-Wildpark, die später nach Berlin-Dahlem verlegt wurde. Aus dieser Lehr- anstalt ging die Hochschulausbildung für Garten- und Landschaftsarchitektur in Berlin hervor. Die entsprechenden Aus- bildungszweige entstanden 1929 an der Landwirtschaftlichen Hochschule und wurden 1934 der heutigen Humboldt-Universität angegliedert. Anfang der 50er Jahre wurde als Folge der Spaltung der Stadt ein zweiter Lehrstuhl an der Technischen Hochschule (heute TU Berlin) eingerichtet.
Lennés Schöpfungen sind durch ihren umfassenden Ansatz, die gestalterische und gärtnerische Kunst sowie durch die Verbindung von Schönem und Nützlichem auch heute Vorbild und Anregung für Landschaftsarchitekten, Architekten und Künstler.
